Konzert mit “The Wiebes” aus Kanada

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Die Heilbronner Stimme schrieb am 31.10.2013:

HEILBRONN Schon einen Tag später ging es zurück nach Kanada: Heil­bronn war Anfang der Woche für Ange­la und Shane Wiebe die letzte Station ihrer Deutschlandtournee. Ein knap­pes Dutzend Konzerte hat das Ehe­paar aus Stratford/Ontario im Lauf des Oktober bestritten, in Bielefeld, Berlin und auch in Chemnitz. Im Ge­päck: Alte und neue Lieder, in denen sie von dem singen, was ihnen im Le­ben am wichtigsten ist: von Gott.

Schon mit den ersten Songs ziehen die beiden – Shane am Piano, Angela mit der Geige – das Publikum in der gut besuchten Evangelisch-Freikirch­lichen Baptistengemeinde auf ihre Seite. Da stehen zwei Profi-Musiker auf der Bühne, die mit starken Stim­men beeindrucken,  aber auch mit ih­rer natürlichen Ausstrahlung und ei­ner spürbaren Bescheidenheit. Und sie sind gut zu verstehen: Deutsch­sprachige Textblätter liegen aus, die Überleitungen, in denen Shane auf die Vorgeschichte der Texte eingeht und immer wieder sehr persönlich wird, werden simultan übersetzt.

Poppig und eingängig sind die ersten Titel, etwa das von Shane  geschrie­bene „My Treasure“. Häng’ dein Herz nicht an die oberflächlichen Dinge dieser Welt, schau lieber nach dem Plan, den Gott für dein Leben hat – dieser Grundgedanke zieht sich durch das ganze Konzert. Und der spiegelt sich auch in alten, gefühlvollen Evan­geliumsliedern wie „Blessed Assuran­ce“ wider, denen die Wiebes mit ih­rem zweistimmigen Gesang einen fri­schen Anstrich verpassen, ohne ihren Charakter zu verändern.

Im Jahr 2000 hatten sich der damals 17-jährige Shane und die drei Jahre ältere Angela bei einem Chorprojekt, einer Tournee der Columbia-Singers durch das deutschsprachige Europa,  kennengelernt. Einem breiten Publi­kum wurde Shane Wiebe 2004 be­kannt, als er es bei der TV-Castings­how „Canadian Idol“, der kanadischen „Superstar“-Version, in die Top 5 schaffte. Dass er Entertainer-Qualitä­ten und stimmlich enorm viel zu bie­ten hat, wird beim Heilbronner Kon­zert spätestens bei einem gefeierten Liebeslieder-Medley deutlich, in dem er Songs von Elton John, Axl Rose oder Elvis Presley grandios imitiert.

Doch ihren musikalischen Schwer­punkt setzen die Wiebes im christli­chen Spektrum. Seit 2007 haben sie vier Studio-Alben vorgelegt. Das jüngste, „The Hymns Collection“, ge­wann einen Preis beim Canadian Gospel Music Award 2012. Eine Art Hymne ist auch das letzte Lied des Abends, „A Living Prayer“. Es endet a cappella. Ruhiger Abschluss eines anregenden Abends.

30.10.13 • Thomas Dorn

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