Erstes Essen für Bedürftige am 24. November 2013

Tolle Atmosphäre und buntgemischte Gruppen

Essen für BedürftigeDen Anfang machte eine einzelne ältere Dame. Sie fand sich pünktlich um 12.30 Uhr zum ersten Essen für Bedürftige im Untergeschoss ein und wurde gleich von mehreren Helfern aus der Gemeinde liebevoll betreut. Warum kamen nicht mehr? Es waren zahlreiche Gutscheine verteilt worden. Die Verunsicherung verflog, als nach kurzer Zeit die Tür aufging und die erste kleine Gruppe hereinkam. Ihr folgten weitere, bis die Tische im Raum gut gefüllt waren.

Matthias Albrecht war erstaunt, „mit welcher Selbstverständlichkeit die Menschen in unser Haus kamen. Kein Fragen: ‚Was ist das für eine Kirche?‘“ Und er fügt hinzu: „Sicher ist auch ein Grund, dass sie Uwe („Moses“) kennen, für uns ein großes Glück, sozusagen ein Türöffner.“ Manches schwere Schicksal war mit Händen zu greifen. Matthias ist davon einiges nachgegangen: „Montagnacht um 2:30 Uhr war ich wieder wach konnte nicht mehr einschlafen, die Eindrücke waren zu stark für mich vom Sonntag.“

Claudia Eichstetter war von der guten Atmosphäre beim Essen überwältigt: „Es saß niemand alleine und an jedem Tisch saßen Gäste, Bedürftige, Obdachlose, Gemeindeglieder ins Gespräch vertieft zusammen. Genau so haben wir uns das vorher gewünscht. Mein Eindruck war, dass nette Gespräche etwas sind, was viele unserer Gäste im Alltagsleben in dieser Form nicht kennen und dass dieses Bedürfnis beim gemeinsamen Essen mindestens so gut gestillt wurde wie das Bedürfnis nach Nahrung und Aufwärmen.“ Ganz ähnlich hat es Markus Albrecht wahrgenommen: „Was mir am besten gefallen hat war die freundliche Atmosphäre und die buntgemischten Gruppen. Ein Lächeln überall.“

Markus erzählt begeistert: „Zu Uwe kam jemand und meinte er würde nächsten Sonntag wiederkommen. Uwe erwiderte: ‚Da gibt es aber kein Essen.‘ Daraufhin sagte der Mann, er würde ja zum Gottesdienst kommen wollen.“ Suse und Helmut Bechtle saßen mit einer Frau und einem Mann beim Essen. „Als wir uns per Handschlag verabschiedeten, sagte der Mann: ‚Wir sehen uns wieder‘. Dies heißt für uns alle, sie rechnen mit uns.“

Beim Abschied fiel die Dankbarkeit der Menschen angenehm auf. Claudia war beeindruckt davon, „wie viele der Gäste nachher nochmal zu uns an die Essensausgabe oder an die Küche gegangen sind und sich mit strahlenden Gesichtern bei uns bedankt haben für das Essen und auch für den gemütlichen Raum und die Gespräche.“ Darüber hat sich auch Myriam Vial am meisten gefreut: „Ich habe vom Essen am Sonntag vor allem die Dankbarkeit mitgenommen, die uns die Gäste entgegengebracht haben.“
Möglich gemacht hat das Essen laut Matthias „ein bunt gemischtes Mitarbeiterteam, das noch nie so zusammen gearbeitet hat.“ Die Stimmung in der Küche beschreibt er so: „Man hat es gemerkt dass es allen auf der Seele liegt, diese Arbeit zu tun.“

Claudia ist gespannt, wie es weitergeht und denkt: „Da hat Jesus noch eine ganze Menge vor mit uns allen…“ Matthias empfindet es als „großes Vorrecht dass wir etwas von unserem großen Reichtum abgeben dürfen.“ Er freut sich, dass wir mit diesem Essen tun, wozu die Bibel auffordert: „Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut!“ (Jes 58,7)

Das nächste Essen für Bedürftige findet statt am 28.12.2013.

Martin Grawert

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