Andacht zum Monatsspruch April

Wie ihr nun den Herrn Christus Jesus angenommen habt, so lebt auch in ihm und seid in ihm verwurzelt und gegründet und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und seid reichlich dankbar. (Kol 2,6-7)

Liebe Leserinnen und Leser,
Ostern markiert den großen Wendepunkt in der Jesusbewegung. Der Auferstandene hat seine Jünger in die Welt gesandt, wie er sich selbst vom Vater gesandt sah. So wurde aus der Botschaft des Jesus von Nazareth die Botschaft von Jesus Christus, dem Heiland der Welt. Viele Jahrhunderte später hat dieses Evangelium auch uns in Heilbronn und Umgebung erreicht. Seither laden wir Menschen ein, Jesus Christus als Herrn über das eigene Leben anzunehmen. Ist damit alles getan? Keineswegs. Das Annehmen ist nur der Anfang. Es folgt das Leben mit ihm.
Der Monatsspruch vergleicht diesen Vorgang mit zwei Bildern aus der Landwirtschaft und dem Bauwesen. Wie ein Setzling soll der Glaube, den wir in unseren Lebensacker aufgenommen haben, Wurzeln schlagen, wachsen und Früchte tragen. Wie ein Fundament soll er unserem Lebenshaus sicheren Halt geben. Das entspricht dem, was Paulus in 1 Kor 3,9 schreibt: „Ihr seid Gottes Ackerfeld und  Gottes Bau.“ Im Glauben zu leben heißt wachsen und reifen, Baumaterial besorgen und damit bauen. Damit etwas Gutes entsteht, braucht es dazu von außen gute Lehre und von innen reichlich Dankbarkeit. Darunter verstehe ich eine annehmende Haltung allen Dingen gegenüber, den erfreulichen wie den weniger erfreulichen. Beide können wie ein Regenschauer vom Himmel sein, der unser Glaubenspflänzchen zum Wachsen und Reifen anregen will.
Wir haben lange miteinander um das Gemeindehaus in Möckmühl gerungen. Jetzt haben wir das deutliche Ergebnis, das wir uns gewünscht haben und können uns wieder stärker um andere Dinge kümmern, z.B. um das Verkünden der Osterbotschaft. Ob jemand sie annimmt, sie wachsen lässt und damit sein Leben baut, steht nicht in unserer Macht. Die besten Chancen hat sie wohl, wenn unser Leben sie mitverkündet. Das geschieht immer dann, wenn wir anderen die Früchte reichen, die in unserem Leben mit ihm gewachsen sind, z.B. „herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr!“ (Kol 3,1 2-1 3).

Eine gesegnete Osterzeit wünscht
Ihr/Euer Pastor Martin Grawert

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